Zum visa run nach Malaysien – Kuala Lumpur im Schnelldurchlauf

Da Indonesien leider nicht so großzügig mit Visumszeiten, wie die meisten anderen Länder auf unserer Route ist, mussten wir nach 60 Tagen das Land für einen visa run verlassen. Deshalb hieß es kurzzeitig Abschiednehmen von Nina, Andi und Julia, die sich schonmal auf die nächste Insel, Sulawesi, voran tasteten. Uns zog es hingegen nach Kuala Lumpur, wo unsere Pässe einen Tag Zeit bekamen, um wieder fit für Indonesien gemacht zu werden.

Müde und erschöpft landeten wir in der „dreckigen Flussmündung, wie die Stadt so schön übersetzt heißt und fuhren weiter in die Innenstadt, wo in der Petaling Street nur mehr die unschönen Reste eines konsumreichen Tages zu sehen waren… In den frühen Morgenstunden bezogen wir dann endlich unser Hostelzimmer, das eigentlich nur aus einem Bett bestand. 🙂

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Wir starteten unseren Malaysien-Tag mit der Suche nach Wally bei äußert leckerem Frühstück. Dazu erinnerte uns ein Buch des National Geographic an die schönen Seiten von Österreich. Danach spazierten wir durch die, diesmal belebtere Petaling Street in China Town, in der jegliches Gut aus Plastik an neue Besitzer gebracht wurde.

Da das fußgängerfreundliche (nach zwei Monaten Indonesien ein Traum!) Kuala Lumpur stark von den vielen indischen und chinesischen Einwanderern geprägt ist, ragt gefühlt an jeder Ecke ein kleiner Tempel aus dem Häusermeer hervor. Unser erster Stopp führte uns deshalb in die taoistische Räucherbude „Sin Sze Si Ya“, wo in die stark feinstaubbelastete Luft Stoßgebete gesprochen wurden und dabei weitere Räucherstäbchen angezündet wurden. Hier galt offensichtlich das Motto: Je mehr desto besser! Nach einer kurzen Runde durch den Tempel gönnten wir unseren Lungen draußen wieder Frischluft und machten uns nach einer leckeren Mangosteen-Pause zum bekanntesten Sightseeing-Punkt auf.

Die Nationalmoschee bestach nicht nur mit ihrer Größe, sondern auch mit schöner Architektur, die zwischen vielen Wasserbecken weiß erstrahlte. Doch leider stieß uns die Atmosphäre dort von Anfang an ziemlich sauer auf: Erstmal mussten wir zum Eingang für Nicht-Muslime, die auch nur zwei Stunden am Tag ins Gebäude dürfen… Mit lila-farbenen Touristen-Kopftuch durfte dann auch Kathi ins Innere, bzw. in den Nicht-Muslime Bereich. Nachdem uns die Broschüren, die vor dem Gebetsraum auflagen genug anti-liberales und seperierendes Gefühl vermittelt hatten, verließen wir die Moschee wieder. Draußen gönnten wir uns ein Durian-Eis während der Muezzin in die ganze Stadt hinein rief…

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Auch in den indischen Teil der Stadt wollten wir ein bisschen eintauchen: Wo ginge das besser als in einem Restaurant? 🙂 Leider war der Schärfegrad des Essens nicht mit zuhause vergleichbar und so musste sich Thomas durchs zwei Teller schwitzen, während Kathis Magen noch immer ziemlich von der Lebensmittelvergiftung bedient war…

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Einen gebührenden Abschluss des Tages bat der Ausblick vom Menara Tower über die erleuchtete Stadt. Schon bei den Videos der Base-Jumper schlotterten uns die Knie, als aber ein ziemlich lauter Alarm ertönte, bewegten wir uns etwas schneller zum Ausgang. 276 Meter über dem Boden in einer Schlange zum Lift zu stehen und dann zu hören „The sound you’ve just heard is being investigated“ machte die Sache nicht unbedingt besser. 🙂 Am Weg nach unten gab es allerdings Entwarnung und so kamen wir sicher wieder ins Erdgeschoss!

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