Indo waves, wir kommen! Tempel, perfekte Wellen und zwei Wiedersehen auf Bali

Um ins Paradies für jeden Surfer zu gelangen, tauschten wir mal wieder das Bett gegen eine Nacht im Flugzeug und landeten erstmal in Kuala Lumpur. Dort reihten wir uns mithilfe der Phrase „Ob du wirklich richtig stehst, siehst du, wenn die halbe Haushaltsgeräte-Abteilung mitreist!“ in der richtigen Schlange nach Jakarta ein und betraten dann endlich indonesischen Boden. 🙂 Während im wohl raucherfreundlichsten Land der Welt die ersten Passagiere ihre Zigaretten direkt beim Betreten des Flughafens anzündeten, machten wir uns flotten Schrittes auf zum dritten Flieger. Schon beim Check-In stach die Qualität von LionAir nicht unbedingt heraus, aber nachdem wir überlegten, wie viele Verkehrsmittel, die wir in den letzten Monaten genommen hatten, dem TÜV wohl standgehalten hätten, wagten wir auch diese Reise. Glücklich aber ziemlich erschöpft landeten wir auf Bali, wo wir schließlich noch mit zweistündigem Stop-and-go im Höllenverkehr von Kuta zu kämpften hatten, bevor wir endlich in Canggu ankamen. Dort wartete, vor allem für Kathi, ein sehr schönes Wiedersehen mit ihrer Schwester Lisi! 🙂 Wir verbrachten den Abend bei einem leckeren BBQ und tauschten längst überfällige Homie Geschichten aus, bevor es für uns todmüde ins Bett ging.


Am nächsten​ Morgen tauchten wir mit einem fancy Frühstückslokal direkt ein in die Hipster Welt von Canggu, wo die Acai mit der Kokosnuss um den Titel „Bestes Superfood auf der Speisekarte“ kämpft. Opportunistisch unterstützen wir alle Parteien und kosteten uns durchs Menü, das sechs Monate mittelamerikanisches Frühstückstrauma wieder gut machte. Danach zogen Kathi und Thomas in einen unglaublich netten und wunderschönen Homestay, den sie von ihrem Bali Aufenthalt vor zwei Jahren kannten. Dem Jetlag trotzend begab sich Thomas in die schönen Wellen von Berawa Beach, während Kathi und Lisi die Abendstimmung am Strand genossen. Im Warung (kleines Essenslokal), der als Wohnzimmer der Locals diente, stellte uns Lisi bei Mie und Nasi Goreng die gesamte Surf-Community vor, allen voran Ringo, den sie im Surf Camp kennengelernt hatte.

Wie das an Orten mit guten Wellen, netten Leuten und vielen Sonnenstrahlen so ist, verzögerte sich unsere Weiterreise etwas. 🙂 Die täglich Routine bestand aus ausgedehnten Frühstücken und Abendessen mit Lisi und Ringo und perfekten Surfeinheiten, die nur manchmal von dem überfüllten Line up getrübt wurden. Danach ließen wir das Salz auf unserer Haut im Sonnenschein am Strand trocknen oder flitzen mit den Scootern zwischen den Reisfeldern entlang zu anderen Stränden oder Surfshops. Leider fehlte dabei oft einer der Truppe, da wir drei nacheinander das Krankenbett hüten mussten… 



Am Südende der Insel erwarteten uns bei einem Ausflug nach Balangan nicht nur traumhafte Surfbedingungen, sondern auch ein Wiedersehen mit Denny und Inez, die wir ganz am Anfang unserer Reise in Nicaragua kennen gelernt hatten. Da sich auf Bali unsere Reisewege wieder kreuzten, ergriffen wir die Chance und berichteten uns gegenseitig mal live von unseren Abenteuer durch Mittelamerika. In der nassen Spielwiese von Balangan Beach wurden danach beste Wellen erpaddelt und der Tag mit einem wunderschönen Sonnenuntergang beendet.


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Auch die kulturelle Seite wollten wir nicht unentdeckt lassen: So machten wir uns auf nach Uluwatu, wo einer der beeindruckendsten Tempel, der Pura Luhur, auf einer Klippe hoch über dem Meer thront. Aber nicht nur das religiöse Bauwerk, sondern auch die atemberaubende Aussicht lockte uns (und viele andere Touristen) auf den hohen Felsen. Ringo erklärte uns vor dem Betreten des Parkes die wichtigste Regel, um seinen Besitz nicht an Affenhand zu verlieren: Festhalten! Wer dies nicht tat, wurde sofort bestraft, denn unsere kleinen haarigen Verwandten waren äußert schnell, wenn es darum ging Brillen, Kameradeckel, Handys und sonstiges Kleinzeug zu rauben. Zwischen den aufgeregten Rufen „Give my RayBans back!“ posierten die Tiere mit ihrem neuen Gut für die Kameras in der untergehenden Sonne. Mit Einbruch der Dunkelheit ergatterten wir die letzten Sitzplätze in der Freiluftarena, wo sich die männlichen Akteure schon für den Kecak Tanz vorbereiteten. In dem einstündigen beeindruckende Tanz imitierte eine Gruppe von Männern schweißtreibend die Musik, während die Darsteller in ihren bunten Kostümen die Geschichte von Rama und Sita tanzend zum Besten gaben.


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Um für Indonesien bestens ausgestattet zu sein, legten wir uns auch noch einen ‚Bob‘ zu. 🙂 Diese Namen trug das Surfboard, das sich Kathi kaufte, um endlich mit dem eigenen Brett in die Wellen des indischen Ozeans zu paddeln.

Eine Antwort auf „Indo waves, wir kommen! Tempel, perfekte Wellen und zwei Wiedersehen auf Bali

  1. Vielen Dank für die tollen Eindrücke! Da kommen bei mir schöne Erinnerungen an einen Bali-Trip vor 15 jahren hoch….
    Hey, wißt Ihr eigentlich, dass Sophie und Armin nach Bali kommen. Irgendwie in 2-3 Wochen. Vielleicht gibt es ja noch ein drittes oder gar viertes Treffen ;-))
    Ganz liebe Grüße aus dem tropischen Kiel. Christian

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